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Nur ein Blick: Erlebe die Macht des menschlichen Bewusstseins, sich von der Angst vor dem Leben zu befreien

John Sherman

PDF-eBook. (Text am 20. November 2014 verbessert und aktualisiert.)

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Ein Vorschlag von John Sherman

Ich habe dir etwas vorzuschlagen, von dem ich glaube, dass es sehr wichtig ist für die Zukunft der Menschheit und für das Leben jedes einzelnen Menschen. Ich denke, wenn wir uns gemeinsam bemühen, diesen einfachen Akt des Nach-innen-Schauens so weit wie möglich zu verbreiten, hat er das Potential, uns alle von den sich abzeichnenden Folgen des Wahnsinns zu bewahren, der bislang unsere ganze Geschichte geprägt hat. Aber zuerst muss ich dir erzählen, wie ich überhaupt dazu komme, hier von solch extremen Dingen zu sprechen und dir diesen ungewöhnlichen Vorschlag zu machen.

 

Meine sogenannte Erleuchtung

Vor 18 Jahren, als ich meine Zeit im Bundesgefängnis von Colorado absaß, traf ich auf eine Familie alter Weisheitslehren und verliebte mich in sie. Ich folgte dem, was ich aus diesen Lehren vernahm, so gut ich konnte, und ziemlich bald, nach etwa sechs Monaten, erschien in mir die fortwährende Erfahrung der Wirklichkeit als eine gewaltige klare Weite, die nichts braucht und der nichts fehlt, unbegrenzt von Unwissenheit, voll von Schönheit und Staunen. Ich schrieb jemandem zu dieser Zeit, dass mir die Steine stille Arien des Seins sangen. Ich hatte wirkliche Erleuchtung und Befreiung vom Elend des menschlichen Daseins erlangt.

Nach etwa anderthalb Jahren in diesem Zustand begann ein Verlangen nach Dingen, die ich wollte und nicht hatte, begleitet von einer zunehmenden Unzufriedenheit über Dinge, die ich nicht wollte, aber nicht loswerden konnte, sowie einer Reihe hartnäckiger psychischer Probleme und reaktiver Verhaltensweisen wieder in den Vordergrund zu rücken. So kam meine sogenannte Erleuchtung zu einem jähen Ende. Zurück blieb die fortwährende Erfahrung von Verlust, Qual, Verlangen und Verzweiflung. Es war wieder wie zuvor.

Natürlich gab ich mir selbst die Schuld. Ich glaubte, es war mein eigenes Tun, mein eigener Fehler. Ich hatte gewollt, was ich nicht hätte wollen dürfen; ich hatte das Falsche gedacht; ich hatte diese wundersamen Lehren, die mir so viel Glückseligkeit gebracht hatten, missverstanden. Vielleicht war ich ja ein hoffnungslos verdorbener und gebrochener Mensch, ein schwarzes Schaf eben. Das war bestimmt die wahrscheinlichste Erklärung. Ich war tatsächlich ein schlechter Mensch. Mein gesamtes Leben bis dahin war eine Ansammlung von abscheulichen und unverzeihlichen Taten gewesen, zusammengehalten durch eine Kette aus Lügen, Täuschungen und Verleugnung.

Zu der Zeit, da sich das spirituelle Melodram ereignete, war ich bereits seit fünfzehneinhalb Jahren im Gefängnis. 1978 wurde ich wegen Bankraub, Sachbeschädigung, Schießereien und Ausbrüchen während einiger Jahre in den Siebzigern zu einer 30-jährigen Haftstrafe in einem Bundesgefängnis verurteilt. Ich war auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher des FBI gesetzt worden, nachdem ich 1979 ein zweites Mal mit vorgehaltener Waffe entkommen konnte, diesmal aus einem Bundesgefängnis in Kalifornien. 1981 wurde ich schließlich dingfest gemacht. Ich blieb bis 1998 im Gefängnis und kam anschließend auf Bewährung in ein Übergangsheim.

 

Wie ich versuchte, jenen einen Akt zu finden

Mein Leben vor den Siebzigern war sogar noch schlimmer gewesen. Ich hatte mein ganzes Leben als Gauner und Kleinkrimineller zugebracht. Ich war ein gescheiterter Glücksspieler, ein Kreditkartenbetrüger, ein Weiberheld und in jeder Hinsicht ein Mistkerl. Mit der idiotischen, politisch motivierten Gewalttätigkeit, zu der ich mich 1977 entschloss, legte ich noch einmal einen Zahn zu. Alles in allem hätte es keinen unwahrscheinlicheren Anwärter auf die Erleuchtung geben können als mich.

Aber vielleicht war es nicht nur mein Fehler. Vielleicht lag es einfach im Wesen des menschlichen Lebens, kaputt und verdorben zu sein, in stiller Verzweiflung ertragen zu werden von der Wiege bis zur Bahre. Vielleicht konnte man nicht das Geringste dagegen tun. Vielleicht war das einfach der Preis dafür, ein Mensch zu sein.

Womöglich waren die prächtigen spirituellen und religiösen Lehren selbst ein Teil des wirbelnden Wahnsinns, der das grundlegende Wesen menschlichen Bewusstseins zu bilden scheint. Leben ist Leiden, wie man sagt, vielleicht die Ursünde schlechthin. Und so weiter. So oder so, das Ergebnis ist immer das gleiche: Verlust, Qual, Verlangen und Verzweiflung.

Und wie ich so im Bundesgefängnis in meiner Zelle saß, in den Nachwehen meines selbst verschuldeten Absturzes, und ich mich neurotisch in Selbstmitleid und Verzweiflung suhlte, traf ich die Entscheidung, dass ich es herausfinden musste. Ich musste ein für alle Mal herausfinden, ob in all den Geschichten und Träumen von Erlösung, Vergebung, Errettung, Befreiung, Erkenntnis, Erfüllung und ewiger Liebe, die sich die Menschheit seit jeher erträumt hat, auch nur ein Funken Wahrheit steckte. Ich wollte unbedingt glauben, es gebe irgendein zugrundeliegendes Prinzip fundamentaler Güte, die einem anderweitig scheinbar kalten, unbewussten, dunklen, herzlosen und empfindungslosen Universum Hoffnung einhauchte. Ich hatte den dringenden Verdacht, mein lebenslanges Sehnen nach Einsicht und Erlösung war nichts anderes als Selbsttäuschung darüber, dass solch eine Befreiung möglich wäre, und ich hielt jene Selbsttäuschung aufrecht, indem ich es feige ablehnte, die Halluzination direkt anzuschauen. Aber jetzt war ich an den Punkt gelangt, dass ich es wissen musste, so oder so. Es fühlte sich an, als ob ich sterben würde, wenn ich nicht herausfände, ob es irgendeine Hoffnung gab.

Ich dachte lange darüber nach und kam zu dem Schluss, ich müsse einen Akt finden, den ich mit meinem eigenen Verstand verrichten könnte, der, selbst wenn er mich nicht erlöst, zumindest den letzten Rest an Hoffnung in mir beseitigen würde und mich mit meinem Leben weitermachen ließe.

Ich erkannte, dass ich einen solchen Akt mit höchster Wahrscheinlichkeit gerade in jenen Weisheitslehren finden würde, die mich bereits hintergangen hatten, und dass darin die Berichte über unsere größten Bemühungen in dieser Hinsicht lagen – in den Weisheitslehren und in bestimmten religiösen Lehren. Ich dachte, wenn man diese Lehren nicht als Schlüssel zur Erlösung betrachtete, sondern als die Aufzeichnungen aller Forschung, die auf unserer bisher erfolglosen Suche nach Erlösung bereits vorgenommen worden war, dann wäre es möglich, jene größten Bemühungen genauer und kritischer zu betrachten und vielleicht einen Hinweis zu finden. Und vielleicht, indem ich die Dinge als Forscher betrachte statt als Suchender und Bittender, wäre ich in der Lage, einen Hinweis zu finden, in welcher Richtung das Gewünschte zu suchen wäre. Ich sah, dass es etwas sein müsste, was jeder Mensch im Stande wäre zu tun; etwas, was nicht abhinge von Verstehen, Verdienst oder irgend etwas anderem. Es musste etwas sein, was ein für alle Mal klärte, ob das menschliche Leben es wert wäre, gelebt zu werden. Und ich rechnete voll und ganz damit, herauszufinden, dass dem nicht so wäre.

 

Was dabei herauskam

Um es kurz zu machen, ich entschied mich für einen Akt und begann, ihn von ganzem Herzen zu versuchen. Es hätte keinen Sinn, hier all die falschen Anläufe, Sackgassen, Ablenkungen und Fehlschläge aufzuzählen, die ich auf diesem Weg zustande gebracht hatte, aber am Ende brachte mich der Akt, den ich fand, nach Hause, sicher und geistig gesund, von Natur aus frei, in stiller Liebe zu meinem Leben als menschliches Wesen.

Ich brauchte eine Weile, um zu erkennen, dass sich etwas geändert hatte. Ich begann, zu spüren, dass das Bedürfnis, in meinem Verstand etwas Falsches zu finden und zu versuchen, es in Ordnung zu bringen, abnahm, und dass mein Interesse ganz unbefangen auf die Dinge fiel, die in meinem Leben vor sich gingen, ohne ihnen zu widerstreben oder anzuhaften. Nicht, dass alles auf Rosen gebettet wäre. Keineswegs. Von Anfang an gab es Zeiten dramatischer, neurotischer Erbärmlichkeit und Angst. Aber diese kamen und gingen und ließen nichts zurück. Jetzt sehe ich, dass jene Zeiten Teil eines natürlichen, fieberhaften Erholungsverlaufes von einer Art psychischer Autoimmunkrankheit waren, die ich die Angst vor dem Leben nenne. Und binnen kurzem, vielleicht innerhalb von ein paar Jahren, klang das Fieber ab.

Innerhalb von fünf Jahren ab dem Augenblick, als ich mich in jener Gefängniszelle auf die Pritsche setzte, entschlossen, die Hoffnung loszuwerden, ist meine Beziehung zum Leben gesundet, als hätte sie nie etwas anderes gewollt, als einfach nur gesund zu sein. Das Leben ist jetzt, wie es immer war, geradezu ehrfurchtgebietend. Das Leben ist schwierig zu verstehen, unmöglich vorherzusagen, voll von Problemen und Lösungen, die nach ihren jeweiligen Partnern suchen, durchsetzt mit den Farben von Schmerz, Verlangen und Augenblicken aufregenden Grauens, und immer, immer unaussprechlich schön.

 

Wie ich versuchte, mich mitzuteilen

Als ich 1998 aus dem Gefängnis entlassen wurde, nahm mich die Gemeinschaft der Menschen auf, die mich unterstützt hatten, als ich drinnen war. Sie gaben mir Arbeit, und als finanzielle Schwierigkeiten es unmöglich machten, mich weiterhin zu beschäftigen, fingen sie an, Satsang-Treffen mit mir zu organisieren, bei denen sie mich weiterhin mit Spenden förderten. Ganz von selbst entstand für mich eine neue Lebenssituation.

Im Juni 1999 ereilte mich das Glück, und Carla heiratete mich. In den letzten zwölfeinhalb Jahren haben Carla und ich daran gearbeitet, einen Weg zu finden, anderen mitzuteilen, was ich entdeckt hatte.

Anderen von meiner Entdeckung zu berichten, erwies sich als weitaus schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich wusste, was passiert war, ich wusste, wie es sich anfühlte, zu tun, was ich getan hatte, und ich war ein lebendes Beispiel für das Ergebnis. Ich konnte jedoch beim besten Willen nicht herausfinden, wie ich etwas über den Akt oder sein Ergebnis sagen sollte, dass es klar genug war, um verstanden zu werden.

Der Akt an sich erfordert nichts, außer dass man ihn vollzieht. Er setzt kein neues Verständnis voraus, und auch kein Aufgeben eines vorhandenen Verständnisses, keine neue Überzeugung, und auch kein Aufgeben einer bestehenden Überzeugung, keine Läuterung des Geistes, keine Reinheit deiner Ziele, keine besondere Haltung oder geistige Vorbereitung, keine direkte Übertragung irgendeiner Art. Er kostet nichts. Er dauert nur einen Augenblick, und er kann buchstäblich überall vollzogen werden, zu jeder Zeit, von jedermann, ohne jegliche Vorbereitung. Daher war ich überzeugt, wenn ich ihn klar genug beschreiben könnte, würde jeder, der davon erfährt, bestimmt versuchen, ihn zu vollziehen. Und aus eigener Erfahrung wusste ich, wer ihn versuchte, hatte auch Erfolg.

 

Unsere Lebensaufgabe

Es schien, dass der Akt an sich zu einfach war, und mein Verständnis der Dinge bei weitem zu kompliziert, um über ihn klar und eindeutig zu sprechen. Je mehr ich mich darum bemühte, desto mehr schien es, dass ich der Aufgabe einfach nicht gewachsen war, aber je mehr ich versuchte, der Aufgabe zu entrinnen, desto klarer wurde es, dass auch dies unmöglich war. Wiederum erspare ich dir die Einzelheiten, du weißt selbst, dass das Leben einfach seine eigenen Wege geht und auf unsere Ansichten darüber wenig Rücksicht nimmt.

Da dies das Leben war, das wir hatten, beschlossen Carla und ich, dass wir es von ganzem Herzen leben würden. Der praktische Zweck unseres Zusammenlebens wurde es, herauszufinden, wie wir jedem Zuhörer klar und eindeutig vermitteln könnten, was genau zu tun war, um ein für alle Mal mit der Angst und dem Selbsthass, der das menschliche Leben verdirbt, fertig zu werden. Wir würden einen Weg finden, über diesen Akt und seine Auswirkungen zu sprechen, so dass jeder in der Lage wäre, ihn zu verstehen und auszuführen und die sich abzeichnenden Ergebnisse wahrzunehmen.

Für uns bedeutete dies, die Gespräche fortzusetzen und es den Menschen und den Gesprächen mit ihnen zu überlassen, mir beizubringen, wie ich sagen konnte, was ich sagen wollte. Dies ist ein zutiefst menschlicher Akt, und es scheint jetzt offensichtlich, dass er sich nur im menschlichen Zwiegespräch Gehör verschaffen konnte, und nicht in einsamer Betrachtung.

Nun hat sich dieser einfache Akt Gehör verschafft, und seine Macht fängt an, sich mehr und mehr zu offenbaren, indem sich die Nachricht von ihm zu verbreiten beginnt und uns immer mehr Menschen von ihren eigenen Versuchen, den Akt zu vollziehen, und von ihren Erfahrungen mit der Genesung berichten.

 

Was zu tun ist

Ich habe bereits erwähnt, wie ungeschickt ich war bei meinen Bemühungen, dies für mich herauszufinden, wie ich bei der Suche nach der Lösung nach jedem Strohhalm griff, und mich dann hilflos abmühte, einen Weg zu finden, sie weiterzugeben. Es gibt keinen Grund, warum du irgendetwas davon durchmachen solltest. Du bekommst alles von mir, kostenlos, ohne Wenn und Aber.

 

Schritt eins: Lerne, den Strahl deiner Aufmerksamkeit willentlich zu beeinflussen und zu lenken

  • Zu Beginn entspanne dich für einen Augenblick und bemerke die offensichtliche Tatsache, dass es in deiner Macht liegt, deine Aufmerksamkeit willentlich zu lenken.

  • Während du weiter liest, bewege deine Aufmerksamkeit für einen Augenblick vom Text weg und richte sie auf das Gefühl deines Atems.

  • Spüre, wie deine Brust und dein Bauch sich ausdehnen und zusammenziehen, und dann bewege deine Aufmerksamkeit wieder auf diese Textseite zurück.

  • Tu dies einige Male, so dass du damit vertraut wirst, was ich mit „den Strahl deiner Aufmerksamkeit willentlich lenken“ meine.

Jener Akt, die Aufmerksamkeit willentlich zu steuern, wie du es eben getan hast, ist alles, wessen es bedarf, um zu tun, worum ich dich bitte. Je mehr du diesen einfachen Akt übst, desto mehr wirst du damit vertraut werden, wie es sich anfühlt, ihn zu vollziehen. Und je mehr du damit vertraut wirst, wie er sich anfühlt, desto geschickter und direkter wirst du den Strahl deiner Aufmerksamkeit dorthin lenken können, wohin er gelenkt werden muss.

 

Schritt zwei: Lenke den Strahl deiner Aufmerksamkeit nach innen

Wende nun diese Fähigkeit an, um den Strahl deiner Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. Versuche, direkten, unmittelbaren Kontakt damit herzustellen, wie es sich anfühlt, du zu sein, schlicht und einfach du.

Wenn ich du sage, dann meine ich nicht die Gedanken, die durch dich hindurchgehen, auch nicht die Emotionen, die sich in dir abspielen, oder die Empfindungen, die in dir entstehen und vergehen, nur dich. Du bist das, was immer hier ist. Schau dies an. Alles andere kommt und geht in dir. Du weißt bereits, was du bist und wie es sich anfühlt, du zu sein, und du wirst dich bestimmt wiedererkennen, wenn du dich auf diese Weise siehst.

Es ist nicht nötig zu versuchen, dort zu bleiben, in dir selbst zu verweilen oder irgendetwas in der Art. Es bedarf nur eines Augenblicks, und der ist so kurz, dass du es kaum merken wirst. Es ist wirklich so einfach. Wiederhole dies, so oft es dir in den Sinn kommt.

Es gibt keinen Schritt drei.

 

Ich nenne diesen Vorgang „sich selbst anschauen“. Wenn du das machst, wird bald der Tag kommen, an dem all deine Unzufriedenheit beginnen wird, sich aufzulösen, und mit ihr die Wahrnehmung deines Lebens als ein Problem, das gelöst werden muss, als Bedrohung, die vernichtet werden muss, oder als Versteck irgendeines geheimen Schatzes, der dir vielleicht irgendwann Erfüllung und Befriedigung bringt.

Hör dir eine Tonaufzeichnung mit diesen Instruktionen an.

 

Erfolgsberichte

The looking: a reflection of gratitude.
(Das Schauen: eine Rückbesinnung in Dankbarkeit)

Status after three and a half years.
(Die Lage nach dreieinhalb Jahren.)

My experience with the looking.
(Meine Erfahrung mit dem Schauen.)

My report after almost three years...
(Mein Bericht nach fast drei Jahren...)

Smaller gap between me and my life.
(Die Kluft zwischen mir und meinem Leben wird kleiner.)

Looking at me.
(Mich anschauen.)

 

Lies noch mehr Berichte in unserem Diskussionsforen.

Hör dir noch mehr Berichte in unserem Website an.

 

Zu einfach, zu gut, um wahr zu sein? Es scheint so, aber mittlerweile haben viele Menschen aus aller Welt die Macht dieses einfachen Aktes erlebt, eine entfremdete, von Angst und Misstrauen erfüllte Beziehung zum Leben in ein natürliches Versunkensein in sein endloses Wunder zu verwandeln.

Wenn du ihn noch nicht versucht hast, tu es jetzt, und ich garantiere dir, dass du am Ende in deinem Leben zu Hause sein wirst, sicher und wohlbehalten und mit allem zufrieden. Es könnte eine Weile dauern, bis dir die volle Tragweite von dem, was geschehen ist, klar wird, aber ich verspreche dir, dass du mit dem Verlauf der Dinge zufrieden sein wirst, auch wenn dir diese Zufriedenheit vielleicht seltsam erscheint.

 

Und was nun?

Während sich der Nebel lichtet, kommst du vielleicht, wie viele von uns, zu der Erkenntnis, dass die Vorstellung, einzelne, einsame Menschen könnten das ganze Versprechen des menschlichen Lebens für sich allein verwirklichen, einfach hirnverbrannt ist. Die Menschheit erweist sich am Ende nicht als ein Nebeneinander individueller menschlicher Wesen, sondern als ein einziges Geschöpf, das viele individuelle Leben lebt. Es zeigt sich, dass die Grenzen, die diese einzelnen Leben von der Erfahrung all der anderen Leben trennen, extrem durchlässig sind. Sie können das Meer an Elend nicht zurückhalten, das die überwiegende Erfahrung fast aller von uns ist. Sie sind undicht. Wie viele von uns merkst du vielleicht, dass dieses erhöhte Bewusstsein menschlichen Leidens und der Unzufriedenheit, obwohl es nicht länger die Macht hat, die Erfahrung deines eigenen Lebens zu verderben, dich bald ermüdet, wie der Ohrwurm eines schlechten Songs, den du nicht mehr aus dem Kopf bekommst.

Diese mitfühlende Erfahrung des Elends anderer nennt man Mitleid, und sie kommt oft von selbst in dem menschlichen Verstand auf, der die eigenen Schichten aus schützenden Strukturen und neurotischem Zwangsverhalten verloren hat.

Und dieses Mitleid, wenn es als das gesehen wird, was es ist, zwingt uns, eine Wahl zu treffen: Wir tun nichts und leben mit der leichten Irritation, die von dem Elend anderer herrührt, wir setzen uns ab, vergrößern im buchstäblichen oder übertragenen Sinne den Abstand zwischen uns und den Leidenden, oder wir versuchen, dem Elend aller ein Ende zu machen, indem wir der ganzen Menschheit die Lösung bringen.

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